Tok Tokkie Trail

Am 29. August 2011 war es soweit - die Distant Horizons Travel Damen und ihre Wanderschuhe sind in Richtung NamibRand Naturreservat aufgebrochen, um den Tok Tokkie Trail (bekannt aus dem Roman „Hummeldumm“ von Tommy Jaud) zu laufen.

Unsere Fahrt führte uns durch das landschaftlich wunderschöne Khomashochland, den Spreetshoogte Pass hinunter, über Solitaire - wo wir uns einen leckeren Apfelstrudel von Moose gönnten - zur Sossusvlei Lodge. Dort trafen wir abends Kunden aus Australien und Freunde aus Kapstadt zu einem ausgiebigen Abendessen unterm Sternenzelt. Es wurde viel gelacht und herrlich erzählt.

Am Tag drauf setzten wir unsere Fahrt in das private NamibRand Naturreservat fort. Die Fahrt entlang der C27 ist etwas holprig, dafür landschaftlich spektakulär. Die Farben der Gräser wechselten von gelb bis saftiges grün. Dazu der orangene Dünensand und die hohen Berge im Hintergrund. Wunderschön! Unterwegs sahen wir viele Spring- und Gemsböcke, Zebras und Strauße. Immer wieder wurde für Fotostops angehalten - wir konnten uns einfach nicht sattsehen.

Das Tok Tokkie Farmhaus erreichten wir um die Mittagszeit, wo wir unseren „Guide“, Mike, und die anderen Teilnehmer trafen. Hier konnten wir uns eine Weile entspannen und erfrischen. Es gab eine leckere Quiche zum Mittagessen.

Alle Wanderer bekamen einen Tagesrucksack, der von Tok Tokkie gestellt wird und nur 10kg wiegen darf - mit Wasserflaschen, Kamera, Fernglas und sonstigen kleinen Erfrischungen. Das restliche Gepäck wird zu den jeweiligen Übernachtungsstätten gefahren.

Da es Ende August schon recht heiß ist, brachen wir erst um 14h30 auf. Zum Ausgangspunkt wurden wir noch mit dem Auto gebracht. Das ist dann auch das letzte Auto, das man in den nächsten zwei Tagen sieht.

Am ersten Nachmittag wanderten wir querfeldein durch die Pro-Namib, über Dünen und dicht bewachsene Grasflächen. Mike erzählte uns, daß der durchschnittliche Regenfall in diesem Gebiet bei 80mm liegt - in der letzten Regensaison hatte es über 600mm geregnet! Dementsprechend hatte sich die Pflanzenvielfalt der Wüste geändert. Mike gab uns umfangreiche Erklärungen zu den verschiedenen Lebewesen, die sich dem harschen Klima der Wüste angepaßt haben, um hier zu überleben.

Gegen 17h15 erreichten wir unser erstes Nachtlager. Die Feldbetten in den „Schlafzimmern“ - mit Bettvorleger, Nachttisch und Gepäckablage -  waren bereits gemacht, die Kanvas-Waschbecken mit Wasser gefüllt und der Tisch für das Abendessen gedeckt.
 
Zuerst zog es uns unter die warme Dusche - purer Luxus in der Wüste. Unter der Eimerdusche befreiten wir uns vom Staub des Tages und fühlten uns danach wie neu geboren.

Da unser erstes Nachtlager am Fuße eines Berges lag, konnten wir an diesem Abend den Sonnenuntergang nicht beobachten, genossen aber bei einen Gin Tonic die Stille der afrikanischen Nacht. Nach dem Abendessen, mit drei Gängen, erklärte uns Mike noch einige Sterne am Nachthimmel bevor es zeitig ins Bett ging. Dort erwartete uns eine herrliche Überraschung - eine Wärmflasche!! Obwohl es tagsüber recht heiß ist, kühlen die Nächte in der Wüste sehr ab. Schon beim Abendessen brauchte man eine warme Jacke. Für diejenigen, die nichts Warmes dabei haben, werden Ponchos gestellt. 

Am nächsten Morgen wurden wir zu Sonnenaufgang mit einer heißen Tasse Kaffee oder Tee am Bett geweckt. Raus aus den warmen Federn und rein in die Wanderklamotten. Ganz wichtig: Schuhe ausklopfen, falls ein Wüstenbewohner sich diese in der Nacht als Unterschlupf ausgesucht hat. Zum Frühstück gab es Müsli, Joghurt, Brot und Aufschnitt - alles liebevoll hergerichtet.

Um kurz nach 07h00 waren wir startbereit. Los ging’s über die ersten Dünen, bei denen Mike uns gleich animierte, die Wüstenzeitung zu lesen: „Schaut mal, ob ihr sehen könnt, welche Tiere heute Nacht aktiv waren?“ Die Spuren der Springmaus konnten wir erkennen… und auch die des Tok Tokkie Käfers. Dann mußte Mike uns jedoch weiterhelfen, denn als Spurenleser sind wir nicht ausgebildet.

Wir kamen an großen Akazien vorbei, in denen die Webervögel ihre riesigen Familiennester gebaut haben. Auf einer der Dünen holte Mike ein Magnet aus seinem Rucksack heraus und zog ihn über den Sand. Da der Dünensand viel Eisen enthält, klebten die schwarzen Partikel wie Stacheln eines Igels am Magnet fest, fühlten sich jedoch ganz weich an.   

Den Vormittag verbrachten wir damit, über den Horseshoe, einen Berg, zu klettern. Oben angekommen gab es eine Kaffeepause. Die Flächen, die wir danach durchwanderten, waren mit Feenkreisen übersät. Bis heute gibt es noch keine wissenschaftliche Erklärung, warum in diesen Kreisen keine Vegetation wächst.

Gegen 13h00 erreichten wir unseren Picknickplatz, an dem wir zwei Stunden pausierten. Zum einen, um uns von der Wanderung am Vormittag zu erholen, zum anderen, um der Mittagshitze zu entgehen. Das Mittagessen wurde an diesen Ort geliefert und wir konnten uns stärken sowie unsere leeren Wasserflaschen füllen. Mike achtete stets darauf, daß wir alle genug tranken. Sein Kommentar, der uns während der Wanderung begleitete, war: „There is no price at the end of this walk for the person who has the most water left in their water bottles“.
 
Nach einer Siesta ging es gegen 15h00 weiter. Gegen 16h30 erreichten wir unser zweites
Nachtlager. Nachdem wir uns mit einer warmen Dusche erfrischt hatten, konnten wir die Aussicht über die Weiten der Namib Wüste zu Sonnenuntergang genießen.

Am nächsten Morgen ging es wieder früh aus den Federn. Während einer verhältnismäßig kurzen Wanderung besuchten wir NaDEET (Namib Desert Environmental Educational Project), wo uns bei einer kurzen Führung die Ziele des Projektes erklärt wurden und was die Schulkinder hier bei Ihren Klassenausflügen lernen können.

Gegen 10h00 erreichten wir wieder das Tok Tokkie Farmhaus, an dem unsere Wanderung zu Ende war. Zum Abschluß gab es noch einen herrlichen Kuchen, so dass wir die Rückfahrt nach Windhoek gestärkt in Angriff nehmen konnten.
Leider gingen diese beiden Tage, denen wir der Natur so nahe sein durften, viel zu schnell vorbei.

Dieses einmalige Erlebnis möchten wir unseren Kunden empfehlen - den Tok Tokkie Trail können Sie über Distant Horizons Travel buchen: info@distant-horizons-namibia.com











© Distant Horizons Travel                                                                                                                                                                                                                                   Danksagungen  
  Follow us on Facebook